Wie ich wurde was ich bin:
Mein Weg von der Erzieherin zum Buchcoach

Wie ich wurde was ich Bin

In meinem Leben haben Bücher immer ein große Rolle gespielt. Ich werde einfach magisch von ihnen angezogen.

Vor allem sind es die Erzählungen, 

das erkunden von neuen Welten, 

aber auch die Einnahme von verschiedenen Perspektiven 

und die horizonteröffnenden Gedanken, 

die mich so faszinieren.

Kennst du dieses Gefühl, wenn du ein neues Buch beginnst und gespannt bist, wohin es dich führt?Welche Gefühle es dir offenbart? Wie es dir die Augen öffnet?

Kennst du dieses Gefühl, wenn du ein Buch beendest und es so gut war, dass du dir wünscht, dass du in der Zeit zurück reisen könntest um dieses entdeckende Gefühl noch einmal zu erleben?

Trotz dieser Leidenschaft wurde ich zuerst einmal Erzieherin. Die Geschichte dazu liest du hier. Und so wie jedes Buch mit dem ersten Kapitel beginnt, beginnt auch meine Erzählung:

Kapitel 1 - geboren 1986 - Zu früh

Mein Leben begann, wie so viele Bücher, mit einem kleinen Drama. 

Geboren wurde ich 1986 in dem kleinen Städtchen Bocholt.

Zu früh. 

Nachdem bei einem kleinen Unfall ein großer Riss die Fruchtblase durchzog musste ich per Kaiserschnitt einen Monat eher geholt werden, als geplant.

Meine ersten Tage verbrachte ich als Frühchen in einem Brutkasten. 

Ich war schon immer klein und zähle mit meinen 1,53m immer noch zur Fraktion der kleinen Menschen.

Die neugeborenen Rebekka im Brutkasten

Kapitel 2 - Meine frühe Kindheit - Keine geschichte ohne mich

Schon als Kind ging ich regelmäßig zu unserer Nachbarin, damit sie mir aus ihrem großen Märchenbuch vorlas. Ich bastelte mir Bücher und tat so als würde ich lesen. Ich produzierte, noch auf Kassette, Hörbücher und brachte meinen Geschwistern das Lesen und Schreiben, als Lehrerin bei, obwohl ich es selbst noch nicht konnte.

Weil ich so klein war musste ich beim „Vater-Mutter-Kind“-Spiel immer das Baby sein und hasste es. Deshalb dachte ich mir eigenen Spiele aus, in denen ich sein konnte was ich wollte.

Kapitel 3 - Die Grundschulzeit Teil 1 - In Deutsch nicht gut genug

Ich erinnere mich daran, wie ich vor lauter Wut mit dem Bleistift meine Deutsch-Aufgaben zerfetzte. Denn diese Buchstaben wollten einfach nicht wie ich. Beim Vorlesen stotterte ich total rum. Meine Behauptung: „Ich muss nicht Lesen und Schreiben können, ich kann auch ohne Leben.“

Heute weiß ich, dass ich einfach zu ungeduldig war, es ging mir nicht schnell genug. Das Problem war nicht das Lesen und Schreiben an sich, sondern die wiederholende Tätigkeit. Immer dieselben Linien und Striche. Laaaaangweilig.

Aber meine Eltern glaubten an mich.

„Eines Tages wird es dir leicht fallen.“, sagten sie zu mir und behielten Recht. 

Dennoch schaute ich neidisch auf meine Mitschüler, denen das alles anscheinend so leicht fiel.

Wenn ich heute daran denke muss ich über meine eigene Naivität lachen.

Denn schnell holte ich auf. Als einmal der Knoten geplatzt war und ich schreiben und lesen konnte hielt mich nichts mehr zurück. 

Briefe, Geschichten, Tagebuch. 

Zum Geburtstag wünschte ich mir Briefpapier, Bücher und Schminke. Oh ja, vor allem Schminke. Doch das hat nichts mit meinem Weg zum Buchcoach zu tun ;-).

Schon im Grundschulalter wünschte ich mir Bücher zum Geburtstag

Kapitel 4 - Die Grundschulzeit Teil 2 - Die Aufsätze zu lang

Dann endlich kam die Zeit, in der wir in Deutsch Aufsätze schrieben. Das war voll mein Ding. Ich schrieb. Stundenlang und Seiten lang. Meine Lehrerin nahm mich eines Tages zur Seite und meinte: ich müsste kürzere Aufsätze schreiben, weil sie keine Zeit hatte meine 6-10 Seiten Aufsätze zu korrigieren (die höchstens 4 Seiten lang sein sollten). Verzweifelt versuchte ich, mich kürzer zu fassen weniger Seiten zu schreiben. Doch ich schaffte es einfach nicht. Deshalb erhielt ich oft nur eine „zwei“ für meine Aufsätze.

Parallel dazu begann ich zu lesen. 

Meine erste Reihe war „Pucki“ von Magda Trott, die meine Mutter schon als Kind gelesen hatte.

Pucki, ein Mädchen, das jeden Käfer auf dem Weg zur Schule rettete und deshalb ständig zu spät kam. Ich fand mich in ihr wieder, wollte mehr sein wie sie. Ich versuchte auch Käfer zu retten. Hatte aber wenig Erfolg damit.

Ich las die kleine Bücherei in unserem Dorf leer. So dass mich die Bibliothekarin ansprach, wenn sie neue Bücher erworben hatte, so dass sich für mich ein Besuch dort lohnte. Meine Büchereikarte, die damals noch handschriftlich ausgefüllt wurde war mehrmals voll, so dass ich eine neue brauchte. Deshalb wich ich auf eine 5km entfernte Bücherei im nächsten, größeren Ort aus. Zu dieser fuhr ich mit dem Fahrrad, selbst bei starkem Regen, um mir neuen Lesestoff zu besorgen. 

Beim Lesen analysierte ich die Bücher: 

  • Was machte sie spannend? 
  • Wie wurden die Charaktere dargestellt? 
  • Wie unterscheiden sich die verschiedenen Genres? 

Mich interessierte schon immer die Art, wie geschrieben wurde, also das Stilmittel, dass ein Autor benutze. 

Am PC schrieb ich eine erste Geschichte über einen verlorenen Teddy, die aufgrund eines Speicherfehlers (damals noch Disketten) plötzlich verschwunden war und ich hatte meine erste Schreibblockade.

Mein erstes Buch "Försters Pucki" aus einer Reihe, dass schon meine Mama als Kind gelesen hat

Kapitel 5 - Teenie Zeit - Die Lehrer, meine Bücher und ich

In der weiterführenden Schule hatte ich schnell heraus, bei welchen Lehrern ich im Unterricht lesen konnte und bei welchen nicht. Statt dem Unterricht zu folgen las ich oder schrieb selbst. Ich hatte einmal 15 Brieffreunde gleichzeitig, in ganz Deutschland verteilt und mit meinen Freundinnen führte ich ein „Briefebuch“ und auch „Geschichten Bücher. Dabei fing immer eine an zu schreiben und die andere schrieb dann weiter. So wanderten die Bücher hin und her.

Fast überall wo ich war hatte ich ein Buch oder etwas zu schreiben dabei. Ich begann erste Geschichten zu schreiben, aber keine wurde so richtig fertig.

In einem Sommer las ich fast 100 Bücher. Es war eine Challenge die ich mir selbst gestellt hatte, obwohl es noch kein Instagram und Co gab.

Gerne wäre ich Autorin geworden, fand aber, dass ich dazu nicht gut genug war und wohl besser was „vernüftiges“ lernte. 

Da es mir leicht fiel mich um kleine Kinder zu kümmern und ich auch gerne als Babysitter gebucht wurde (weil ich zum Einschlafen die besten Geschichten erzählen konnte), entschied ich mich für die Ausbildung zur Erzieherin.

Alle in meinem Umfeld (besonders auch meine Eltern, danke Mama, danke Papa) bestätigten meinen Berufswunsch.“

Überall gelesen, hier auf einem Balkon im Urlaub

Kapitel 6 - Ausbildung zur Erzieherin - Neue Ausrichtung

Mein Wunsch Schriftstellerin zu werden trat in den Hintergrund, weil mir die Ausbildung zur Erzieherin an der Berufsschule Bleibergquelle mega viel Spaß machte. Mindestens ein Buch war trotzdem immer dabei, vor allem in Kunstgeschichte…

Allerdings änderte sich meine Art zu lesen bzw. erweiterte sich. Ich las nicht mehr nur Geschichten, sondern auch Fachbücher und Fachzeitschriften. Mein Repertoire erweiterte sich um Sachbücher, Ratgeber und alles was mir in meinem Leben weiterhalf. Z.B.: 

  • – Wie man richtig lernt
  • – Wie man die Frau wird, die man sein möchte
  • – Wie man richtig spart
  • – …
Auch schrieb ich weiter fleißig in mein Tagebuch, meine Notizbücher und auch Briefe. Besonders Liebesbriefe und Mails an meine große Liebe.

Kapitel 7 - Berufsleben- Erwachsen werden

Mein Berufsleben begann, als ich meine Ausbildung erfolgreich abschloss. Ich arbeitete und heiratete meinen Mann. Neben der Arbeit war vor allem das Schreiben mein Hobby. ich begann nun intensiv an meinen ersten Büchern zu arbeiten. Träumte heimlich von einer Karriere als Schriftstellerin und las jedes Buch, dass ich dazu finden konnte.

Das Erwachsenwerden brachte viele Herausforderungen mit sich und immer waren es Bücher, die mir halfen mich zu entspannen, neue Lösungswege zu finden und mich besser kennenzulernen.

Die Bücherei war nach wie vor einer meiner Lieblingsorte, an denen ich die Zeit vergessen und stundenlang stöbern konnte.

Und dann entdeckte ich das Internet, in dem ich so schnell so viele Informationen zur Verfügung hatte. Auch bemerkte ich, wie sich die Buchwelt veränderte und online präsent wurde.

Parallel dazu stellte ich fest, dass ich meinen Beruf als Erzieherin liebte, aber mir nicht ausreichte. ich wollte weiter machen und beschloss das Studium „Pädagogik der frühen Kindheit“ an der Hochschule Koblenz neben dem Beruf zu absolvieren. 

Mein Hochzeitsbild

Kapitel 8 - Studium + Mamasein - Ein neues leben

Die Erzieherausbildung hatte mir bereits Spaß gemacht, dass Studium stellte jedoch alles in meinem Leben auf dem Kopf.

Beide meine Kinder kamen während des Studiums zur Welt. Es war zwar herausfordernd neben meinem Leben zu studieren, aber ich liebte es.

Beim Schreiben meiner Hausarbeiten entdeckte ich erneut meine Liebe zum Schreiben. Der Wunsch Autorin zu sein wuchs genauso schnell wie meine Kinder und als ich das Studium mit einem Bachelor of Arts abschloss war mir klar: 

„Ich schreibe jetzt Bücher.“

Kapitel 9 - 2019 - Ich bin Autorin

Es war der Moment – ich erinnere mich noch genau – als ich mich damit beschäftigte, wie es in meinem Leben weiter gehen sollte. Ich las etwas zum Thema ENTSCHEIDUNGEN (leider weiß ich nicht mehr wo). Dabei ging es darum, dass Wünsche Träume bleiben, wenn man nicht beginnt sie in die Realität umzusetzen. Und Umsetzen beginnt damit, dass man eine neue Identität annimmt.

Ich war Mutter geworden, indem ich ein Baby bekam, ich hatte nie geübt Mutter zu sein und wusste nicht, wie man eine gute Mutter war. Aber ich wusste, dass ich die beste Mutter für meine Kinder sein wollte. Und genauso empfand ich es mit dem Bücher schreiben. ich wollte immer eine Autorin sein, aber ich erkannte, dass ich nur eine werden konnte, wenn ich ein „Buch“ gebar.

Es war dieser Moment, in dem ich in mein Notizbuch schrieb: 

„Ich bin Autorin“

2020 hielt ich mein erstes Buch in den Händen

Kapitel 10 - 2020 - Mein erstes Buch

Ein ganzes Jahr arbeitete ich an diesem Buch. Im Herbst 2020 erschien es und ich hätte stolzer nicht sein können. Ein Traum war in Erfüllung gegangen.

Auf der Reise zu diesem Buch musste ich so viele Herausforderungen meistern.

Ich schrieb weiter, blieb dran und Buch 2 erschien im Herbst 2021.

Mittlerweile ist Buch 3 fertig und erscheint voraussichtlich im Herbst 2022.

Buch 4 ist bereits in Planung 😉

Von da an begegnete ich immer mehr Menschen, die mir davon erzählten, dass sie auch den Traum hatten ein Buch zu schreiben. Laut Piper wollen 81% der Menschen ein Buch schreiben, aber nur 10% schaffen es wirklich. Nachdem ich nun wusste, wie es geht entstand in mir der Wunsch Menschen dabei zu unterstützen, sich diesen Traum zu erfüllen.

Kapitel 11 - 2022 - Heute

Seit Mai 2022 bin ich dabei mich als Buch- und Schreibcoach selbstständig zu machen.

Ich will dir dabei helfen, das Buch, das in dir schlummert hinaus in die Welt zu bringen. Denn ich weiß, wie es sich anfühlt dieses „Baby“ schon in sich zu spüren, aber keine Ahnung zu haben, wie man es „gebären“ und zum wachsen bringen soll.

ENDE?

Anders als bei einem Buch ist das hier nicht das Ende, sondern der Anfang. Band 1 sozusagen in einer Reihe neuer Geschichten?

Wenn du so weit gelesen hast und dich dafür interessierst, wie meine Geschichte weiter geht, dann folge mir auf Instagram oder schaue dich regelmäßig auf meinem Blog um.

Denn hier werden ab jetzt neue Artikel und neue Inhalte entstehen. Wie ein Kind nach und nach wächst und wie ein Buch sich Seite um Seite füllt, so wird auch diese Seite wachsen.


Hinweis: 

Dieser Artikel entstand am 29.05.22 im Rahmen der #boomboomblog2022 Challenge von der wundervollen Judith Peters nach dem Motto „Blog like Nobody is reading“

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